Donnerstag, 27. Juli 2017

[Rezension] Ein Sommer fürs Leben

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 Titel: Ein Sommer fürs Leben
 Autor/in: Katie Jay Adams
 Seitenzahl: 296
 Preis: 9,95 € (D)
 Preis eBook: 2,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Katie Jay Adams







Emily Carsen gerade noch glücklich verheiratet und mitten in New York in einem Jetset-Leben, kriecht plötzlich wieder bei ihrem Vater und ihrer Schwester unter. Ohne Mann, ohne Wohnung, ohne Job, ohne Geld, steht Emily scheinbar vor einem Neuanfang. Doch wie soll dieser aussehen?

Da erhält sie ein äußerst dubioses Jobangebot, aber in ihrer Lage kann sie nicht wählerisch sein. Und so stürzt sie sich in das wohl größte Abenteuer ihres Lebens und gerät dabei nicht nur einem streng gehüteten Rezept auf die Spur, sondern auch noch ganz anderen Geheimnissen … .

Nachdem mir „Sommer ins Glück“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den neuesten Roman von Katie Jay Adams lesen.

Das Buch beginnt schon sehr geheimnisvoll: Mit einem Versprechen. Doch dieser Prolog ist so geschrieben, dass man keine Ahnung hat, wer da wem ein Versprechen gegeben hat. Da merkt man schon, dass es in diesem Buch so manches Geheimnis geben wird.

Danach trifft man auch sofort auf das nächste davon, denn man lernt Emily kennen, die gerade wieder zu ihrem Vater und ihrer Schwester gezogen ist, man weiß jedoch noch nicht, wieso und es dauert auch einige Zeit, bis man das erfährt. Ich finde es ja immer toll, wenn man nicht alle Informationen sofort auf dem Silbertablett serviert bekommt, sondern erst nach und nach. So bleibt es einfach spannend und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. 

Mit Emily hatte ich auch sofort richtig Mitleid. Sie ist Ende zwanzig und muss ganz mittellos wieder bei ihrem Vater einziehen. So etwas ist wirklich demütigend und zieht einem doch so richtig den Boden unter den Füßen weg. Die arme Protagonistin. Da ist es sogar verständlich, dass sie die ein oder andere Fehlentscheidung trifft. Doch ihre Schwester Kim wäscht ihr schon mal den Kopf, was ich auch richtig klasse finde. Und dann ist da noch Chris … hach ja, was soll ich sagen, er ist einfach ein Typ zum Verlieben. Überhaupt sind die Figuren in diesem Buch wirklich total sympathisch. Ich habe sie richtig gern begleitet und hab mir nur das Beste für sie gewünscht. Sie sind einzigartig und liebevoll und authentisch.

Die Story selber ist durchweg spannend, was vor allem an den vielen kleinen Geheimnissen liegt, die es zu lüften gilt. Doch neben der ganzen Spannung, gibt es auch jede Menge Gefühle. Dabei geht es nicht nur um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern auch um Enttäuschungen, verratenes Vertrauen, um die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern und zwischen Geschwistern. Dieses Buch ist voller Emotionen, die Katie Jay Adams wirklich glaubhaft an ihre Leser transportiert. Ich hatte richtig Kribbeln im Bauch, meine Nerven waren angespannt und ich habe auf jeder Seite mitgefiebert. 

Und dann ist da noch dieses traumhafte Setting: Weinberge, ein einsames, etwas verwildertes Gut in Napa. Da bekommt man doch sofort Fernweh. Doch nicht nur das: Katie Jay Adams startet einen Angriff auf alle Sinne: Man denkt, man schmeckt den Wein auf der Zunge, hat den Geruch von frisch Gebackenem in der Nase und spürt den Sand zwischen den Zehen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach so bildhaft, dass man das Buch richtig erlebt, anstatt es nur zu lesen.



Dieses Buch kann man einfach nur genießen. Dank des bildhaften Schreibstils erlebt man die Geschichte mit allen Sinnen, fühlt mit den authentischen und liebevollen Charakteren mit, lässt sich an das zauberhafte Setting entführen und spürt den Emotionen und den Geheimnissen der Geschichte nach. Ein richtig schönes Buch, das viel zu wenige Seiten hat 😉 Ich hätte jedenfalls noch ewig mit Emily und Chris im Napa Valley verweilen können.

 Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an die Autorin Katie Jay Adams, die mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Dienstag, 25. Juli 2017

[Rezension] Küss mich

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 Titel: Küss mich
 Autor/in: Jasmin Romana Welsch
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 540
 Preis: 14,95 € (D)
 Cover / Bildrechte: Sternensand Verlag




Sam würde in den Sommerferien so gerne mit ihrer besten Freundin Pia auf ein Musikfestival fahren, doch ihr Vater besteht auf gemeinsamen Ferien auf dem Land. Statt jeder Menge Spaß erwarten Sam Blümchengardinen, eine Horde Gartenzwerge und ein Kennenlernen mit der neuen Frau ihres Vaters.

So hat Sam sich ihre Ferien ganz sicher nicht vorgestellt. Doch dann taucht Chris wie ein wahrgewordener Mädchentraum aus einem See auf und plötzlich scheint die Langweile wie weggeblasen. 

Allerdings ist Sams bester Freund Bastian so gar nicht begeistert von dieser Begegnung. Auf einmal scheint er eifersüchtig zu sein. Kann es sein, dass er mehr für Sam empfindet, als er bisher zugegeben hat oder ist es Sam einfach nur nie aufgefallen? Jetzt scheint das Gefühlschaos wirklich komplett zu sein … .

Da ich schon mehr von Jasmin Romana Welsch gelesen habe, war für mich klar, dass auch „Küss mich“ bei mir einziehen würde. Ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin und freute mich auf eine Begegnung mit Sam, Chris und Bastian.

Zu Beginn des Buches werden gerade die Ferien eingeleitet und dabei lernt man gleich Sam, Pia und Bastian ein bisschen kennen. Die drei gefielen mir sofort richtig gut. Pia ist total quirlig und sprudelt nur so vor Energie. Ihre gute Laune springt direkt auf den Leser über und man bekommt fast Lust, etwas Verrücktes anzustellen. Sam dagegen überzeugte mich mit ihrer sarkastischen Art. Ich mag bissige Kommentare und schlagfertige Protagonisten. Und Bastian mit seinem unkomplizierten, lässigen Wesen macht das Trio schließlich komplett. Das sind wirklich Charaktere, wie man sie im richtigen Leben findet: authentisch und ehrlich.

Und dann ist da natürlich noch Chris … der Bad Boy 😁. Nein „Küss mich“ ist keiner dieser typischen Young Adult Romane, mit einem Bad Boy und einem weiblichen hässlichen Entlein, es ist auch keiner dieser Romane, in denen die Protagonistin und der Protagonist ewig brauchen, bis sie zusammenkommen. Es ist auch keine typische Dreiecksgeschichte, wie man anhand des Klappentextes vielleicht denken könnte und auch keine Story, bei der sich die beiden Hauptdarsteller ständig wieder trennen. „Küss mich“ ist eine tolle Liebesgeschichte, ganz aus dem Leben geschrieben mit all ihren Höhen und Tiefen. Natürlich gibt es in dieser Geschichte auch einige Probleme und manche davon haben auch mit der Vergangenheit des männlichen Charakters zu tun, aber ich finde, die Story hebt sich von den üblichen Young Adult Romanen ab und macht vielleicht deshalb so viel Spaß. 

Zu diesem Lesevergnügen trägt aber vor allem auch der Schreibstil von Jasmin Romana Welsch bei. Ihre flotten Sprüche, die nach Sarkasmus triefenden, bissigen Aussagen, der Witz und der Charme, die Fröhlichkeit und die Leichtigkeit sind einfach nur grandios. Ich liebe den Schreibstil dieser Autorin und würde deshalb jedes Buch von ihr lesen. Doch zu dieser Geschichte passt er einfach nur perfekt. Da fällt auch gar nicht auf, dass es sich um einen Sammelband handelt, der eigentlich drei Bücher umspannt, denn die Seiten fliegen einfach nur so dahin und viel zu schnell ist man dann doch am Ende angelangt.

Mit „Küss mich“ ist der Autorin Jasmin Romana Welsch ein Young Adult Buch gelungen, das einmal von den üblichen Klischees abweicht und mir deshalb richtig gut gefallen hat. Die Protagonisten sind authentisch und bereiteten mir wirklich Freude. Doch am besten ist der Schreibstil. Ich liebe die flotten Sprüche, die nach Sarkasmus triefenden, bissigen Aussagen, den Witz, den Charme, die Fröhlichkeit und die Leichtigkeit. Dieses Buch macht einfach riesengroßen Spaß.



Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Superior - Das dunkle Licht der Gaben

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 Titel: Superior - Das dunkle Licht der Gaben
 Autor/in: Anne-Marie Jungwirth
 Verlag: Drachenmond
 Seitenzahl: 335
 Preis: 14,90 € (D)
 Cover / Bildrechte: Drachenmond Verlag




Amelia ist eine Superia, aber ihre Gaben sind nicht besonders ausgeprägt, deswegen wird sie auch als minderwertig eingestuft. Sie selbst findet das jedoch gar nicht so schlimm. Dann muss sie wenigstens nicht die Pflichten einer Superia erfüllen und einen Mann rein nach seinen Gaben auswählen.

Doch während Amelia noch denkt, sie wäre frei und unabhängig, werden im Hintergrund längst die Fäden gezogen. Und was da auf die junge Frau zukommt, ist schrecklicher als alles, was sie sich jemals ausgemalt hat … .



Wer mich inzwischen etwas kennt, der weiß, dass ich Dystopien liebe und wenn sie dann noch aus der Feder der absolut lieben Anne-Marie Jungwirth kommt, dann kann ich natürlich nicht widerstehen.

Als das Buch bei mir ankam, hatte ich ja eigentlich gar keine Zeit dafür, aber ich war viel zu neugierig, um nicht einmal kurz hineinzulesen. Es klang einfach zu spannend. 

Der Prolog spielt 6 Jahre vor den eigentlichen Ereignissen und wird aus Sicht von Salome, der Mutter von Amelia erzählt. Dabei erfährt man gleich einiges über die Kindheit der Protagonistin und ich war tief berührt von den Gefühlen, die Anne-Marie Jungwirth bereits in diesen wenigen Seiten an den Leser weitergegeben hat.

Danach trifft man auf Amelia und erlebt gleich hautnah, wie sehr sie es genießt, trotz ihrer Gaben so viele Freiheiten zu haben. Diese schöpft sie wirklich voll aus, was ich sehr erfrischend fand. Überhaupt ist Amelia nicht die typische Protagonistin, wie ich sie schon in so vielen Dystopien gefunden habe. Sie legt einen gesunden Egoismus an den Tag, denkt gerne auch mal zuerst an sich und dann an andere und hält überhaupt nichts davon, sich für das Wohl der Menschheit zu opfern. Das fand ich so erfrischend, ehrlich. Endlich will einmal eine Protagonistin auch ihre eigene Haut retten. Das ist einfach nur authentisch und gefiel mir deshalb wahnsinnig gut.
Überhaupt sind der Autorin die Figuren sehr gut gelungen. Sie sind vielschichtig, tiefgründig, haben eine Geschichte, einen Hintergrund. Sie haben Stärken und Schwächen und einige Kanten und Ecken. Nicht immer konnte ich sie eindeutig in gut und böse einteilen. Ich wusste oft selbst nicht, wem ich trauen kann und wer am Ende doch Hintergedanken hegte und wem nur das eigene Wohl am Herzen lag. So etwas liebe ich ja in Bücher, dann ist es nicht so vorhersehbar und bleibt rundum spannend.

Doch auch die Handlung selbst ist wirklich überaus spannend. Schon alleine die Welt, die Anne-Marie Jungwirth erschaffen hat, hat mich total fasziniert. Sie ist sehr gut durchdacht und klar aufgebaut. Durch ein paar Dokumente, die jeweils am Kapitelanfang eingefügt sind, bekommt man zusätzliche Informationen, doch auch während der Geschichte beschreibt die Autorin ihre Welt sehr bildhaft und lässt den Leser so tief in ihre Welt eintauchen. Je mehr ich erfuhr, desto fester klebte ich an den Seiten. Hier hat sich die Autorin etwas ganz Tolles einfallen lassen. Und das Beste: Auch am Ende von Teil 1 weiß ich noch nicht, wer der eigentliche Gegenspieler der Protagonistin sein wird, denn so einfach ist es in „Superior“ nicht wirklich. Es gibt nicht DEN einen Bösewicht. Die Geschichte ist viel komplexer und die einzelnen Protagonisten denken alle unterschiedlich. So bleibt auch für den Leser genug Platz, sich seine eigenen Gedanken zu machen und zu überlegen, auf welcher Seite er steht. Es ist eben nicht alles schwarz oder weiß und genau das kommt auch in dem Buch von Anne-Marie Jungwirth ganz klar heraus, was ich sehr gelungen fand.

Und durch all die Verwicklung kommt natürlich auch ordentlich Spannung in die Geschichte. Dieses Buch war wirklich auf keiner Seite langweilig und obwohl ich kaum Zeit zum Lesen hatte, habe ich es innerhalb von nur zwei Tagen durchgelesen. Dabei hab ich sogar auf Schlaf verzichtet, weil ich mich einfach nicht losreißen konnte. Und obwohl das Buch sowieso durchwegs spannend ist, hat es die Autorin zusätzlich geschafft, mich am Ende noch mit einigen unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Am Ende bin ich jetzt total begeistert und gleichzeitig völlig zerstört, weil ich nicht sofort weiterlesen kann.



„Superior“ ist definitiv ein Highlight unter den Dystopien. Die Welt ist durchdacht und klar strukturiert, aber trotzdem sehr komplex. Die Protagonisten sind vielschichtig, haben Stärken und Schwächen und vor allem Amelia, die sich nicht sofort in die Rolle des Opferlammes fügt, hat mich total begeistert. Neben den Charakteren ist die Story selbst sehr spannend und mitreißend und was mich wirklich positiv überrascht hat: Es lässt sich nicht alles in Schubladen einordnen. Der Leser hat genug Platz, sich selbst Gedanken zu machen, auf welcher Seite er steht und so fiebert man zusätzlich mit. Ich konnte mich kaum von dem Buch losreißen und habe dafür sogar auf Schlaf verzichtet. 
Wenn ich mehr als 5 Punkte vergeben würde, hätte es dieses Buch auf jeden Fall verdient.



Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an die Autorin Anne-Marie Jungwirth, die mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.