Montag, 26. Juni 2017

[Rezension] Stormheart - Die Rebellin

Kommentare:

Cover 




 Titel: Stormheart - Die Rebellin
 Autor/in: Cora Carmack
 Verlag: Oetinger
 Seitenzahl: 464
 Preis eBook: 19,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Oetinger Verlag



Die Sturmlinge sind die Einzigen, die den Stürmen Einhalt gebieten und die Bewohner vor Katastrophen bewahren können. Als Nachfolgerin der Königin ruht deshalb die ganze Hoffnung des Volkes auf ihrer Tochter Aurora.

Doch Aurora hat keine Macht über die Stürme. Bis jetzt konnten sie und die Königin das geheim halten, doch es naht die Dunkle Zeit und Aurora müsste endlich ihren Platz einnehmen und die Stürme bekämpfen. Da bleibt nur ein Ausweg: Eine Heirat mit dem mächtigen Cassius aus dem Königreich Lock. 

Bevor jedoch die Hochzeit stattfinden kann, muss Aurora erfahren, dass nicht nur sie Geheimnisse hat. Sie flieht aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe Sturmjäger an. Bei ihnen will sie alles lernen, was sie braucht, um ihr Volk beschützen zu können.

Doch was sie dann erfährt, wirbelt ihr Leben noch einmal ganz schön durcheinander … .
Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht … Stürme die ein eigenes Herz besitzen, das klang nach einer ganz neuen Fantasy-Idee und ich war richtig begeistert davon.

Als ich anfing zu lesen, fand ich mich auch gleich bei Aurora wieder, die sich für ihre Verlobungsfeier zurecht gemacht hat. Viel Zeit ließ uns die Autorin also nicht gerade, um uns mit der Protagonistin anzufreunden. Doch gleichzeitig erfährt man schon einiges über Aurora, ihre Familiengeschichte und die Welt, in der sie lebt. Obwohl die Idee nicht neu ist, dass die Protagonistin anders ist, als es sein sollte und sie keine Kräfte besitzt, gefiel mir Rora doch sofort sehr gut. Sie ist einerseits sehr behütet aufgewachsen und deshalb in manchen Bereichen z.B. der Liebe, doch sehr naiv, andererseits ist sie keineswegs eine schwache Frau, die ständig beschützt werden muss. Aurora will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und kämpft für ihr Schicksal. Das fand ich sehr schön.

Doch dieses Buch ist voller interessanter Charaktere. Neben Aurora gibt es da ihren Verlobten Cassius und seine Familie, die ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben scheinen. Anfangs hatte ich wirklich überhaupt keine Ahnung, wie ich ihn einschätze sollte und auch zum Ende des Buches bin ich mir nicht sicher, ob da nicht noch mehr in ihm und hinter seiner Geschichte steckt. Dann ist da noch Nova, Auroras Dienerin und Freundin, die ihr aus einer brenzligen Situation hilft, dafür aber auch einen hohen Preis zahlen muss. Ich mochte sie auf Anhieb und denke, dass auch ihre Geschichte noch nicht ganz erzählt ist. Aber richtig interessant wird es dann nochmal, als die Protagonistin zu den Sturmjägern stoßt. Diese kleine Gruppe scheint voller spannender Individualisten zu sein und jeder bringt sein eigenes Päckchen mit. Diese kleinen Geschichten haben es mir wirklich angetan. Ich war total begeistert davon und hoffe, dass wir in den Folgebände noch viel mehr von den einzelnen Personen erfahren werden.

Neben den interessanten und vielschichtigen Protagonisten ist jedoch auch die Idee mit den Stürmen wirklich mitreißend. Zu Anfang war ich total fasziniert von den Stürmen und der Magie um sie zu bekämpfen. Wie funktioniert das mit den Fähigkeiten und wie mit den Herzen? Wirklich sehr spannend. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr Informationen bekommt man und desto deutlicher wird, dass noch viel mehr hinter den Ereignissen steckt. Dadurch kommt wirklich Spannung in die Geschichte, die sich jedoch nicht in einem großen Showdown entlädt, sondern weiter vor sich hinschwelt, so dass es danach aussieht, als würde sich die Situation weiter zuspitzen, bis es wohl schließlich im dritten Band dann so richtig hoch hergeht. Ich freu mich jedenfalls schon auf eine weitere Reise mit Aurora und der Sturmjäger-Crew.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass „Stormheart“ aus Sicht von Aurora in der Ich-Form erzählt werden würde, doch auch hier hält das Buch etwas Besonderes parat: Dieses Buch wird in der personalen Sicht erzählt und das gleich von mehreren Personen. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht trotzdem hautnah die Gefühle und Gedanken der Protagonisten mitbekommt. Obwohl ich anfangs etwas irritiert war, fand ich es nach einiger Zeit richtig toll und konnte es genießen, gleich Einblick in mehrere Perspektiven zu bekommen und trotzdem noch etwas objektiv bleiben zu können.


„Stormheart – Die Rebellin“ hat mich richtig begeistert. Die Idee mit den Stürmen und der Magie hat mich total fasziniert und jeder der Protagonisten hat seine eigene Geschichte und ist damit interessant und vielschichtig. Auch die Erzählperspektive bietet einmal etwas Besonderes und ist nicht, wie die meisten Bücher in Ich-Form aus Sicht der Protagonistin geschrieben. 

Dieses Buch darf bei keinem Fantasyfan im Regal fehlen.

 Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Oetinger Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 18. Juni 2017

[Rezension] Medusas Fluch

Kommentare:






 Titel: Medusas Fluch
 Autor/in: Emily Thomsen 
 Verlag: Drachenmond 
 Seitenzahl: 200
 Preis TB: 12,00 € (D)
 Preis eBook: 3,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Drachenmond



Medusa, Tochter der Gaia, ist total verliebt in ihren besten Freund Farin. Doch ihre Mutter heißt diese Verbindung nicht gut. Sie hat bereits einen anderen, mächtigeren Gott, als Medusas Ehemann auserwählt. 

Doch die junge Göttin denkt gar nicht daran, sich dem Willen ihrer Mutter zu beugen, sie entscheidet sich für die Liebe. Ein schwerer Fehler, denn Gaia hat sie verflucht und Farin ist das erste Opfer dieses Fluches. 

Danach schließt Medusa mit ihrem Leben als Göttin ab und flüchtet in die Menschenwelt. Dort lebt sie als Marie ohne Liebe ein einsames Leben. Erst als sie auf den geheimnisvollen Jendrik trifft, lässt sie erstmals überhaupt wieder den Gedanken an Liebe zu. Doch wie kann sie sich öffnen, wenn sie weiterhin verflucht ist und ihre Liebe Jendrik vielleicht das Leben kostet?
Medusa kennt man ja normalerweise nur als männermordende Schlangenfrau, da fand ich diese Idee wirklich sehr erfrischend und genial und war mehr als gespannt darauf, wie Emily Thomsen das umsetzen würde.

Das Buch beginnt aus Sicht von Marie, das heißt, ihr Leben als Medusa liegt schon hinter ihr und sie quält sich gerade mit den Folgen damit. Ihre beste Freundin Tessa ist die einzige Person, die von ihrer Vergangenheit weiß und versucht sie immer wieder aufzuheitern und aus ihrer Einsamkeit zu locken. Deshalb bucht sie eine Kreuzfahrt für sie beide. Hach, Tessa ist wirklich eine wunderbare beste Freundin. So eine kann sich jede Frau nur wünschen. 

Das nächste Kapitel erlebt man dann aus Medusas Perspektive, das heißt, man macht eine Reise in die Vergangenheit und erfährt, was damals wirklich passiert ist. Von da an, wechseln die Kapitel immer, bis man die ganze Geschichte von Medusa kennt und was soll ich sagen, ich liebe sie. Die Welt der Götter, wie Emily Thomsen sie beschreibt, hat mich sofort fasziniert. Sehr farbenfroh und detailreich schildert die Autorin das Leben von Medusa, ihren Geschwistern und ihrer Mutter Gaia und ich konnte gar nicht genug davon kriegen. Ich lese ja sehr gerne Geschichten über die Götterwelt, aber diese hier hat mich besonders begeistert. 

Die Liebesgeschichte dagegen ging mir etwas zu schnell. In einem Augenblick wehrt sich Marie noch gegen die (in meinen Augen sehr aufdringlichen) Annährungsversuche von Jendrik, im nächsten Moment ist sie total verliebt in ihn und ganz ehrlich gesagt konnte ich das nicht so ganz verstehen. Jendrik war mir anfangs überhaupt nicht sympathisch. Erst im Laufe der Geschichte lernt man ihn von einer anderen Seite kennen, die mir dann auch richtig gut gefallen hat.

Sehr überrascht war ich darüber, dass es sich hier nicht um einen Einzelband handelt. „Medusas Fluch“ ist lediglich der Auftakt zu einer neuen faszinierenden Fantasy-Reihe, rund um die Götter. Jedenfalls hat die Autorin Emily Thomsen sehr geschickt einen Köder ausgelegt, den ich bereitwillig geschluckt habe und jetzt nach mehr lechze 😊

„Medusas Fluch“ ist der spannende Auftakt einer neuen faszinierenden Fantasy-Reihe. Ich ließ mich bereitwillig in die spannende Welt der Götter entführen und möchte unbedingt noch mehr von Medusa, ihrer lieben Freundin Tessa, dem geheimnisvollen Jendrik und Medusas undurchsichtiger Mutter Gaia lesen, denn die 200 Seiten sind einfach viel zu schnell verflogen.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.