Dienstag, 28. März 2017

[Rezension] Elesztrah - Asche und Schnee

1 Kommentar:

Cover 



 Titel: Elesztrah 2 - Asche und Schnee
 Autor/in: Fanny Bechert
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 460
 Preis: 12,95 € (D) 
 Preis eBook: 6,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Sternensand Verlag



Der flammende Lord ist besiegt und Lysanna und Aerthas könnten in Frieden leben, wäre da nicht die Verlobung mit der Prinzessin. Diese scheint eine gemeinsame Zukunft für die Waldläuferin und den Elfenkrieger unmöglich zu machen. 

Da bleibt nur eines: Die Zeit zurückdrehen und das Leben von vorne beginnen. Dafür braucht Lysanna jedoch die Hilfe der Schicksalsweberin, denn nur sie kann die Fäden neu knüpfen. Doch was so einfach klingt, ist doch schwieriger als gedacht und Lysanna muss bald erkennen, dass das Schicksal ganz eigene Pläne für sie, Aerthas und die Bewohner von Elesztrah hat… .
Nachdem Band 1 mein Jahreshighlight 2016 war und nach dem fiesen Cliffhanger am Ende war ich total gespannt auf die Fortsetzung und musste sie sofort lesen.

Im Prolog findet man sich gemeinsam mit Orano bei der Fürstin Lawinia wieder und bekommt einen kleinen Einblick in die Pläne der Fürstin, ohne dass jedoch zu viel verraten wird. Das erzeugte sofort einiges an Spannung und ich war sehr neugierig darauf zu erfahren, was die Fürstin plant und was diese Pläne für Lysanna und Aerthas bedeuten würden.

Danach springt die Geschichte zu Lysanna, die nach der Offenbarung von der Verlobung Aerthas mit gebrochenem Herzen zurück zu den Angelus Mortis geht. Sehr emotional und authentisch beschreibt die Autorin Fanny Bechert Lysannas Gefühle und wer selbst schon einmal richtig Liebeskummer hatte, kann sehr gut nachvollziehen, wie es der Waldläuferin geht und dass sie eigentlich nur noch den Wunsch hegt, sich von diesem Schmerz zu befreien und von vorne zu beginnen. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, die Zeit zurückdrehen zu können? Und genau das ist Lysannas Plan: Sie will die Begegnung mit Aerthas verhindern und hofft, dadurch wieder glücklich zu sein. Ich fand es wirklich toll, was die Autorin aus dieser Idee gemacht hat und obwohl es dabei hauptsächlich um die Gefühle von Lysanna und Aerthas ging, war es doch auf keiner Seite langweilig. Im Gegenteil, es war toll sich gemeinsam mit der Protagonistin zu überlegen, was „Schicksal“ bedeutet und ob das Leben wirklich vorherbestimmt ist oder man immer auch eine Wahl hat. So macht man sich beim Lesen gleich seine eigenen Gedanken zu diesen Themen. 

Dabei fiebert man natürlich auch richtig mit Lysanna und Aerthas mit. Diese beiden Protagonisten sind so einzigartig und liebevoll, so charakterstark und großartig, dass ich mich richtig in die beiden verliebt und jede Minute mit ihnen genossen habe. Das sind einfach Charaktere, die im Kopf und im Herzen bleiben, egal, wie viele Bücher man gelesen hat, man kann diese beiden einfach nicht vergessen. 

Doch natürlich geht es in der Fortsetzung nicht nur um die Liebe zwischen Lysanna und Aerthas, sondern auch um die Geschehnisse in Elesztrah selbst. Es braut sich nämlich eine neue dunkle Bedrohung zusammen, die alle Bewohner in Gefahr bringt, was ordentlich Spannung in der Geschichte erzeugt und mich von Seite zu Seite mehr bangen ließ. Ich konnte mich gar nicht mehr von den Ereignissen losreißen und habe jede freie Minute genutzt, um weiterzulesen. 

Neben all den Gefühlen und der Spannung, tauchte ich wieder tief ein in die Welt von Elesztrah, die ich schon im ersten Band zu lieben gelernt habe. Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß all die Wesen und Bewohner von Elesztrah mit all ihren Eigenschaften immer besser kennenzulernen und ihre Wege zu verfolgen. Neben den Elfen Lysanna und Aerthas, liegt in diesem Band noch ein besonderes Augenmerk auf Lysannas Tochter Fayori und dem Seelenlosen Sedan und das hat einen Grund: Im dritten Band werden diese beiden Charaktere nämlich die Hauptrollen einnehmen. Ich finde es zwar etwas schade, dass Lysanna und Aerthas wohl nur noch eine untergeordnete Rolle spielen werden, denn ich liebe diese beiden einfach und würde sie gerne noch weiter begleiten und mehr von ihnen lesen, doch Fayori und Sedan finde ich auch toll und bin gespannt, was sie uns zu bieten haben werden. 

Am Ende von „Asche und Schnee“ bekommt man schon einen kleinen Einblick in die Geschehnisse und ich freu mich schon darauf, zu entdecken, was sich Fanny Bechert da wieder für uns einfallen lassen wird. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich Elesztrah noch nicht verlassen muss, denn diese Welt ist so einzigartig und fantastisch, so bildgewaltig und liebevoll entworfen, dass ich mich jedes Mal völlig darin verliere und alles um mich herum vergesse.


„Elesztrah – Asche und Schnee“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Wieder konnte ich mich total in der bildgewaltigen und fantastischen Welt von Elesztrah verlieren und gemeinsam mit den liebevollen und einzigartigen Charakteren mitfiebern. Ich habe mich total in Lysanna, Aerthas und Elesztrah selbst verliebt und kann gar nicht genug davon bekommen.

„Elesztrah“ ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber Achtung, diese Reihe könnte zu eurer Lieblingsreihe werden, absolute Sucht-Gefahr!


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Sternensand Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Mittwoch, 22. März 2017

[Rezension] Götterfunke - Liebe mich nicht

Kommentare:

Cover 




 Titel: Götterfunke - Liebe mich nicht
 Autor/in: Marah Woolf
 Verlag: Dressler
 Seitenzahl: 464
 Preis: 18,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Oetinger Verlag



Jess konnte ihre beste Freundin Robyn dazu überreden, den Sommer in einem Camp zu verbringen. Dort freut sie sich auf ein paar entspannte Wochen mit interessanten Kursen. Doch Cayden, der Junge mit den smaragdgrünen Augen durchkreuzt diese Pläne, denn Jess verliebt sich sofort in ihn.

Cayden jedoch wünscht sich genau das Gegenteil: Er muss ein Mädchen finden, das ihm widerstehen kann. Nur so erfüllt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch: Er macht den Göttersohn sterblich. Da scheidet Jess natürlich aus, aber dennoch kann er sich nicht von ihr fernhalten. 

Wie wird Cayden sich entscheiden: Für die Sterblichkeit oder die Liebe?
Zu Beginn des Buches erfährt man die Regeln des Wettstreites zwischen Zeus und Prometheus und liest ein paar Aufzeichnungen von Hermes, dem Götterboten, der den neuen Versuch von Prometheus mitverfolgt und aufschreibt. Diese Aufzeichnungen findet man von da ab vor jedem Kapitel und man bekommt dadurch noch ein paar weitere Informationen und eine neue Sichtweise auf die Ereignisse, die teilweise sehr humorvoll ist, was ich richtig toll fand. Wer wünscht sich nicht einen Einblick in die Götterwelt? 😁

Danach trifft man auf Jess und ihre beste Freundin Robyn, die sich auf den Weg ins Camp machen. Aus Sicht von Jess wird die Geschichte in Ich-Form erzählt und dadurch lernt man die Protagonistin gleich etwas besser kennen. Sie ist der Typ „Mädchen von nebenan“, nett, aber nichts Besonderes. Trotz allem mochte ich sie von Anfang an, was ich von Robyn nicht behaupten kann. Sie meint, die ganze Welt müsse sich um sie drehen, was sie mir eher unsympathisch machte.

Spätestens als die beiden schließlich im Camp ankommen, war ich total begeistert von diesem Buch. Ich mochte die Camp-Atmosphäre und auch die Idee mit den Göttern ist richtig klasse. Denn Marah Woolf hat die Götter kurzerhand einfach in die Welt der Menschen verfrachtet und sie teilweise in die Körper von Jugendlichen gepackt. Dabei werden sie natürlich auch mit den Problemen konfrontiert, die es mit sich bringt, wenn man männliche und weibliche Teenager gemeinsam in ein Camp steckt. Da ist natürlich auch einiges an Chaos vorherbestimmt, denn es fliegen ordentlich die Fetzen, aber auch die Schmetterlinge 😉

Natürlich geht es in dem Buch hauptsächlich um den Pakt zwischen Cayden und Zeus und somit auch um Liebe. Wer also mit dem Teenager-Liebesdrama und einem ständigen Hin und Her zwischen den Protagonisten nichts anfangen kann, ist bei diesem Buch nicht richtig. Ich hatte jedoch meinen Spaß dabei, Jess und Cayden bei ihren aufkeimenden Gefühlen zu begleiten und zu verfolgen, wie es ihnen der Pakt schwer machte. Dabei mochte ich vor allem Cayden total gerne, obwohl er doch teilweise sehr egoistisch handelt und einige Aktionen durchführt, die ich so gar nicht gutheißen konnte. Aber wer kann schon einem Gott widerstehen? Also ich nicht.

Neben dieser Lovestory, die natürlich den Hauptteil der Geschichte einnimmt, findet in der Götterwelt eine Verschwörung statt, die das Ende der göttlichen Ordnung bewirken könnte. Dadurch kommt einiges an Spannung in die Geschichte und man lernt auch die griechische Mythologie, oder das was Marah Woolf daraus macht, etwas besser kennen und ich liebe sie. Die Autorin hat hier wirklich eine tolle, faszinierende und göttliche Welt geschaffen, die mich sofort begeistert hat. Es hat mir total Spaß gemacht, alles darüber zu erfahren und ich bin sehr gespannt, was Marah Woolf in den Fortsetzungen noch für uns bereithält.


Marah Woolf hat mich mit „Götterfunke“ richtig begeistert. Sie verfrachtet die Götter kurzerhand in die Welt der Menschen und konfrontiert sie mit den Liebesproblemen von Teenagern. Wer also keine Lust auf ein Hin und Her zwischen den Protagonisten hat, sollte vielleicht nicht zu diesem Buch greifen. Ich hatte jedoch großen Spaß im Camp und freue mich mehr von Cayden, Jess und den Göttern zu lesen. 


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


Vielen Dank an den Dressler Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.