Sonntag, 25. September 2016

[Rezension] Chaoskuss

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 Titel: Chaoskuss
 Autoren: Teresa Sporrer
 Verlag: Carlsen / Impress
 Seitenzahl: 310
 Preis: 3,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Carlsen Verlag





Die siebzehnjährige May muss sich nicht nur mit den üblichen Teenagerproblemen rumschlagen, nein, sie ist auch noch eine Hexe. Und obwohl sie damit aufgewachsen ist und es an ihrer Highschool von übernatürlichen Wesen nur so wimmelt, macht das ihr Leben trotzdem nicht einfach.
 
Doch richtig schlimm wird es, als Noah, ein Mensch, sie zu einer Halloweenparty einlädt. Denn damit fängt das Chaos erst richtig an… . 
Dieses Buch beginnt so ganz anders, als erwartet, denn May weiß einmal von Anfang an, dass sie eine Hexe ist und es ist richtig erfrischend, dass sie und ihre Freundin Viv sofort ihre Kräfte einsetzen und damit für einige Lacher auf meiner Seite gesorgt haben. Wie schön, die Autorin nicht von dem typischen „das Mädchen weiß nicht, was alles in ihr steckt“ Gebrauch macht und dann doch wieder schon, denn im Leben von May gibt es noch genug Geheimnisse, die es zu entdecken gibt, so dass auf jeden Fall noch eine Menge Raum für neue Entwicklungen blieb.

Auch die Welt, die Teresa Sporrer mit „Chaoskuss“ geschaffen hat, gefiel mir total gut. Da gibt es Hexen, Dämonen, Walküren, Vampire, Banshees, Geister und und und. Jede Menge magische Wesen tummeln sich in dieser Geschichte. Und obwohl die Autorin diesen keine neuen Fähigkeiten zuschreibt, hat die Story doch etwas Neues, Erfrischendes. Es machte total Spaß in die Welt von May und ihren Freunden einzutauchen und all die Geheimnisse aufzudecken.

Doch das größte Highlight war die Protagonistin selbst. Ich liebe Mays freche, sarkastische, ironische Art. Sie hat schwarzen Humor und denkt gar nicht daran, sich unterkriegen zu lassen. Im Gegenteil, sie teilt kräftig aus und ihre Wortwechsel mit Noah sind einmalig. Das brachte so viel Humor in die Geschichte, dass ich teilweise aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskam. Doch auch die Nebendarsteller waren richtig schön ausgearbeitet, wie z.B. Larissa, die Schulzicke, Viv, die beste Freundin und ebenfalls Hexe oder Ephraim, der Dämon und Ex-Freund. Ich fand es richtig klasse, wie die Autorin die Figuren in die Geschichte eingearbeitet hat, so als wäre es selbstverständlich, dass die beste Freundin einen z.B. von einer Voodoo-Puppe aufwecken lässt. Diese kleinen Details fand ich so süß und gelungen, dass ich gar nicht genug davon bekommen konnte.

Neben all dem Alltagsleben von May beginnt mit der Halloweenparty jedoch noch die „eigentliche“ Story. Auch hier hat sich die Autorin einiges einfallen lassen: Ein geheimnisvoller Mord, den es aufzuklären gibt. Charaktere, die plötzlich ihre magischen Fähigkeiten entdecken und Familiengeheimnisse, die aufgedeckt werden. In diesem Buch wird es sicher nie langweilig. Und obwohl so vieles passiert, wird es doch nicht unübersichtlich, da sich Teresa Sporrer immer am roten Faden ihrer Story entlangarbeitet.

Der Schreibstil ist dabei flüssig und jugendlich, so dass er perfekt zu den Protagonisten und der Story an sich passt. Die Seiten verflogen nur so, ohne, dass ich mitbekam, wie ich mich dem Ende näherte.

Etwas schnell ging mir am Ende die Auflösung der ganzen Ereignisse. Die hätte ich mir irgendwie aufregender, spektakulärer gewünscht, aber es wird ja noch weitere Abenteuer von May und ihren Freunden geben, so dass ich das Ende verschmerzen kann und mich schon jetzt total auf das nächste Buch dieser Reihe freue.
„Chaoskuss“ hat wirklich einiges zu bieten: Hier tummeln sich jede Menge magische Wesen, die für viele liebevolle Details sorgen. Die Protagonistin ist einmalig mit ihrer sarkastischen, ironischen Art und sorgt so für einiges an Humor in der Geschichte. Die Story selbst ist spannend und voller Geheimnisse, die es zu entdecken gibt. Ich freu mich schon riesig auf weitere Abenteuer von May und ihren Freunden.


Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.


Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Das Café der guten Wünsche

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 Titel: Das Café der guten Wünsche
 Autor/in: Marie Adams
 Verlag: Blanvalet
 Seitenzahl: 333
 Preis: 8,99 € (D) 
 Cover / Bildrechte: Randomhouse / Blanvalet





Julia betreibt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette das Café Juliette, das nach ihrer Großmutter benannt ist. Doch heimlich nennen die drei es „Das Café der guten Wünsche“, da sie jedem Gast am Ende seines Besuches noch einen guten Wunsch mit auf den Weg geben.

Die junge Frau glaubt fest an die Macht der guten Gedanken und dass diese in Erfüllung gehen, wenn man nur fest daran glaubt. Fehlt nur noch ihr eigener Wunsch: Sie will Jean wiedersehen, in den sie sich vor drei Jahren verliebt hat.

Doch das Schicksal schickt ihr vorerst Robert vorbei. Robert, der nicht an das Gute im Leben und in der Welt glaubt. Ein eingefleischter Pessimist, der das Pech wirklich anzuziehen scheint. 

Kann Julia ihn durch ihre positiven Gedanken verändern oder ist es eher Robert, der Julia und ihr Leben auf den Kopf stellt?
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der mich anfangs total verwirrt wird, dachte ich doch, er würde alles verraten, was in der Geschichte passiert. Doch als ich merkte, dass es um Juliettes Leben, also das Leben von Julias Großmutter geht, war ich beruhigt und konnte entspannt mit dem Buch beginnen.

Die erste Begegnung mit Julia in ihrem Café fand ich wirklich schön. Ich konnte mir das Café Juliette richtig gut vorstellen und wusste sofort, dass ich es auch besuchen würde, wenn es denn wirklich existieren würde. Es klang, wie einer dieser besonderen Wohlfühlorte, wie ein Geheimtipp, den man von guten Freunden bekommt, wie ein Platz, an dem man wirklich die Seelen baumeln lassen kann, weil man sich sofort heimelig fühlt. Hach, was gäbe ich dafür, so ein besonderes, kleines Café hier in der Nähe so haben. 

Doch auch Julia selbst gefiel mir sofort sehr gut, obwohl sie auf manchen Leser doch sehr naiv wirken könnte. Ich dagegen fand es eher erfrischend, dass ich einmal wieder ein Buch las, mit einer Protagonistin, die nicht durch ihre taffe, sondern eher durch ihre ruhige Art überzeugte. Julia nimmt das Leben einfach wie es ist, sie sieht immer das Gute in jedem Menschen und jeder Situation und das fand ich sogar eher beneidenswert, da ich mich eigentlich mehr mit Robert, dem Pessimisten identifizieren kann.

Da fand ich es natürlich toll, dass das Buch abwechselnd auch aus Sicht beider Protagonisten, jedoch in der 3. Person, erzählt wird. Die Perspektivwechsel sind zwar im Lesefluss teilweise schwer erkennbar, wenn man sich jedoch einmal daran gewohnt hat, weiß man von selbst, wann man Julias und wann Roberts Sichtweise liest. Dabei hat es mich auch gar nicht gestört, dass die jeweiligen „Kapitel“ immer sehr kurz sind. So hat man einfach das Gefühl, wirklich in beide Leben voll einzutauchen und hautnah dabei zu sein. 

Neben den beiden Protagonisten sind auch die Nebencharaktere wirklich interessant. Allen voran natürlich Julias Freundinnen, wobei diese nur so weit eine Rolle spielen, wie sie für die Geschichte wichtig sind, ansonsten bleiben sie eher etwas blass, was ich jedoch nicht als störend empfand, da ich sowieso viel zu sehr mit Julia, Robert und den Wünschen beschäftigt war. Hach und die Liebesgeschichte ist wirklich soo schön. Es ist einfach bezaubernd zu sehen, wie sich Julias und Roberts Leben verändern und ich wünschte mir von Herzen ein Happy End für die beiden.

Die Idee mit den Wünschen fand ich dabei eine wirklich sehr süße und einzigartige Idee. Sie brachte mich dazu, einmal selber darüber nachzudenken, was ich mir bzw. was ich mir für die Leute in meinem Umfeld wünschen würde und so bin ich einfach der Idee gefolgt und habe stumm ein paar Wünsche ins Universum geschickt, in der Hoffnung, dass die Macht der Gedanken, sie wahr werden lassen würde.

„Das Café der guten Wünsche“ ist eine kleine, süße und bezaubernde Geschichte über zwei liebenswerte Protagonisten und ein einzigartiges Café mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und hinterher sogar selbst die Idee übernommen, ein paar Wünsche für andere ins Universum zu schicken.

Eine wirklich wundervolle und zauberhafte Geschichte, die mir nicht nur schöne Lesestunden, sondern auch viele positive Gedanken beschert hat. Unbedingt lesen!


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.