Freitag, 31. Juli 2015

[Rezension] 50 Tage - Der Sommer meines Lebens

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 Titel: 50 Tage - Der Sommer meines Lebens
 Autor/in: Maya Shepherd
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 384
 Preis eBook: 6,99 € (D)
 Preis TB: 12,95 € (D)  
Cover / Bildrechte: Sternensand Verlag





Jade ist am Boden zerstört, als sie ihre beste Freundin Katie dabei erwischt, wie sie ihren Freund Scott küsst. Jetzt ist sie auf einen Schlag sowohl ihre beste Freundin, als auch ihren Freund los. Doch damit noch nicht genug, soll sie auch noch den ganzen Sommer mit Katie in einem Camp verbringen. Ihre Eltern lassen sich nicht erweichen, aber da haben sie den Plan ohne Jade gemacht.

An einem Rastplatz schleicht sie sich einfach ins Auto von dem mürrischen Jason. Der möchte die Route 66 entlang fahren und den Sommer seines Lebens erleben. Jade schließt sich ihm an und erfahrt dabei nicht nur etwas über die Liebe, sondern auch über sich selbst … .
Schon der Prolog zeigt dem Leser, dass in diesem Buch noch viel mehr steckt, als eine romantische Roadtrip-Story. Doch wie genau dieser Prolog in die Geschichte von Jade und Jason passt, ahnt der Leser noch nicht. Trotzdem erzeugen diese wenigen Seiten schon eine gewisse Spannung, die sich über die gesamte Geschichte zieht.

Danach springt das Buch zu Jade, die gerade ganz schlimmen Liebeskummer wegen ihrer besten Freundin Katie und ihrem (Ex)freund Scott durchleidet. Ich finde, Maya Shepherd ist es sehr gut gelungen, die Gefühle von Jade, aus dessen Sicht dieses Buch erzählt wird, glaubhaft darzustellen. Das 17jährige Mädchen ist wirklich am Boden zerstört und denkt, ihre Welt würde auseinanderbrechen und sie könnte nie wieder glücklich sein. Genauso geht es doch jungen Mädchen, die zum ersten Mal Liebeskummer haben. Hach, da fühlte ich mich richtig zurückversetzt zu meinem ersten großen Liebeskummer. Zum Glück kann ich inzwischen darüber lachen. Aber ich fand es schön, wie authentisch die Autorin die Gefühle der Protagonistin schildert.

Außerdem lässt die Autorin Maya Shepherd sich nicht viel Zeit, bis die beiden Protagonisten aufeinander treffen. Sie gibt ihrem Leser genauso viele Informationen über Jades Leben, wie man braucht, um in die Geschichte einzutauchen, ohne dass es langweilig wird. Als Jade und Jason schließlich aufeinander treffen kommt eine gelungene Prise Humor in die Geschichte. Jason ist auch wirklich zu schön unausstehlich zu Jade. Ich liebe den Schlagabtausch zwischen den Protagonisten und musste mehr als nur ein paar Mal schmunzeln. 

Durch den Roadtrip der beiden kam bei mir auch so richtig Fernweh auf. Ich freute mich, wenn Jade und Jason verschiedene Orte besuchten und neben bekannten Sehenswürdigkeiten auch ein paar ungewöhnliche Erlebnisse genießen konnten. Da bekam ich richtig Lust mich selber in ein solches Abenteuer zu stürzen und der Route 66 zu folgen. Ich finde, es gelang Maya Shepherd sehr gut, eine gelungene Mischung aus Roadtrip und Liebesgeschichte zu konstruieren. So wurde die Story nie langweilig.

Besonders gut gefielen mir die durchgestrichenen Überschriften. Diese haben eine ganz besondere Bedeutung in der Geschichte und waren noch ein tolles i-Tüpfelchen zum Rest der Geschichte. Ich ertappte mich dabei, wie ich immer wilde Spekulationen anstellte, was die Überschriften für die Geschichte bedeuten könnten. 

Gerade als ich mich über eine schöne Love- und Roadtripstory freute, hielt die Autorin noch einmal eine große Überraschung für mich parat, die die ganze Geschichte noch einmal umschmiss. Ich hab ja nach all den verstreuten Hinweisen und vor allem nach dem Prolog schon geahnt, dass da noch mehr kommen würde, aber als es endlich soweit war, war ich doch sehr überrascht muss ich sagen. Durch diese Wendung bekommt die Geschichte noch einmal mehr Tiefgang und einen etwas ernsteren Touch, der aber dieser Roadtrip-Story keinenfalls schadet. Im Gegenteil, ich fand es toll, wie sich alles zusammenfügt und damit einen wahnsinnigen Sog erzeugt.

Und dann kam das Ende … damit hat mich Maya Shepherd noch einmal so richtig geflasht und was soll ich sagen: Ja, ich hab sogar ein paar Tränen vergossen. Warum? Na das solltet ihr mal selber herausfinden.

Mit „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ hat die Autorin Maya Shepherd so viel mehr geschaffen als nur eine tolle Sommerlektüre. Hier werden Humor, Reiselust,  authentische Gefühle und ernste Themen miteinander vereint und so zauberhaft verwoben, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. 

Ich habe gelacht, gegrübelt, mitgelitten und –gefiebert, mich hat die Reiselust gepackt und am Ende habe ich sogar ein paar Tränen vergossen.

Damit hat dieses tolle Buch einfach Höchstwertung verdient.

 Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.



Montag, 27. Juli 2015

[Rezension] Monday Club - Das erste Opfer

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Cover 



 
 Titel: Monday Club - Das erste Opfer
 Autor/in: Krystyna Kuhn
 Verlag: Oetinger
 Seitenzahl: 381
 Preis: 8,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Oetinger Verlag




Gerade musste die sechzehnjährige Faye einen ganzen Sommer ohne ihre beste Freundin überstehen. Als diese aus dem Sommercamp wiederkommt, macht sie merkwürdige Andeutungen, dass sie dringend mit Faye sprechen muss. Doch bevor es dazu kommen kann passiert ein schrecklicher Autounfall, bei dem Amy ums Leben kommt.

Wenig später, als Faye mal wieder in einer schlaflosen Nacht durch die Straßen streift, trifft sie jedoch plötzlich auf Amy. Halluziniert sie? Oder hat diese Begegnung etwas mit ihrer seltenen Schlafkrankheit zu tun? 

Auf der Suche nach Antworten stößt Faye immer wieder auf den geheimnisvollen Monday Club. Was hat dieser mit dem Unfall von Amy zu tun und wieso verhält sich Fayes Freund Josh, der Mitglied im Monday Club werden soll, plötzlich so komisch? Doch sie ist nicht die Einzige, die plötzlich unangenehme Fragen stellt: Auch  Luke, der überraschend in Bluehaven auftaucht, möchte mehr über die Geschichte dieses Ortes und über den Monday Club erfahren. 

Doch der Monday Club ist eine geheime Organisation und niemand verrät den Monday Club … .
Das Buch beginnt mit einem sehr spannenden Prolog, bei dem man nicht weiß, aus wessen Sicht er erzählt wird, bei dem man aber sofort weiß, dass etwas im Monday Club nicht mit rechten Dingen zugeht. Dieser Prolog hat mich äußerst neugierig gemacht und ich erhoffte mir jede Menge Spannung von der Geschichte.

Danach springt das Buch erst einmal zu Faye, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Wir lernen sie, ihre Familie, Freunde und das Städtchen Bluehaven kennen. Schnell erfährt man auch von Fayes geheimnisvoller Schlafkrankheit, die ich jedoch so gar nicht einordnen konnte. Und auch der Monday Club spielt sofort eine Rolle in der Geschichte. Doch hier liefert die Autorin Krystyna Kuhn nur so viele Informationen, dass man neugierig gemacht wird, aber nicht wirklich weiß oder auch nur ahnt, was hinter dem Ganzen stecken könnte.

Krystyna Kuhn lässt sich auch sehr viel Zeit mit dem Autounfall, bei dem Amy ums Leben kommt. Ständig hing diese Erwartung wie eine dunkle Wolke über der Geschichte und ich wartete darauf, dass der Unfall endlich passieren würde. Als es dann soweit war, hoffte ich darauf, dass die Geschichte endlich an Fahrt aufnehmen würde. Doch statt endlich Spannung zu erzeugen wurden meiner Meinung nach nur viele unnötige Fragen aufgeworfen, deren Antworten sich immer wieder widersprachen. Ich hatte irgendwie das Gefühl als würde in dem Buch der rote Faden fehlen. Es passieren so viele verschiedene Dinge parallel, die zwar anscheinend alle etwas mit dem Monday Club zu tun haben, deren Sinn für mich jedoch nicht wirklich erschließbar war. Ich hätte mir ehrlich gesagt gewünscht, dass auch mal die ein oder andere Information auf den Tisch kommt und man als Leser wenigstens etwas eine Ahnung bekommt, worauf das Ganze am Ende hinauslaufen soll.

Durch den flüssigen Schreibstil gelang es der Autorin zwar, mich schnell durch dieses Buch hindurch zu führen, doch ein wirklicher Sog hat sich bei mir leider nicht eingestellt, dafür war mir das Buch viel zu verwirrend. 

Am Ende erwartet den Leser dann ein sehr fieser Cliffhanger, der noch weitere Fragen aufwirft, aber doch auch neugierig auf die Fortsetzung macht.  Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, ob in Band 2 endlich ein paar Fragen beantwortet werden und hoffe darauf, dass etwas Licht in die Mysterien des Monday Clubs gebracht werden.

Die Geschichte des Monday Clubs klingt sehr geheimnisvoll und mysteriös und ich freute mich darauf zu entdecken, was es damit wohl auf sich haben würde. Doch leider werden in diesem Reihen-Auftakt viel zu viele Fragen aufgeworfen, deren Antworten sich immer wieder widersprechen, so dass man selbst am Ende überhaupt keine Ahnung hat, wohin das Ganze am Ende führen könnte und mehr als nur verwirrt zurückbleibt.

Der flüssige Schreibstil und der Plot, der sehr viel Potenzial birgt, sowie ein fieser Cliffhanger am Ende machten mich jedoch so neugierig, dass ich diese Reihe sicher weiter verfolgen werde, um doch noch hinter das Geheimnis des Monday Clubs zu kommen.

 Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

Donnerstag, 23. Juli 2015

[Rezension] Liebe ist was für Idioten wie mich

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 Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich
 Autor/in: Sabine Schoder
 Verlag: Sauerländer
 Seitenzahl: 348
 Preis: 12,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Fischer Verlage





Viki sehnt sich danach, endlich 18 zu werden und ein neues Leben beginnen zu können. Einfach alles hinter sich lassen: ihren Vater, die Schule und vor allem diesen Idioten von ihrer Schulband, der so arrogant ist und Frauen wechselt wie seine Unterwäsche. Nie würde Viki sich jemals auf einen wie ihn einlassen. 

Eines Abends hat sie dann jedoch etwas zu viel geraucht und wacht am nächsten Morgen genau neben diesem Idioten auf und plötzlich ist sie es, die sich wie ein Idiot fühlt.  Doch warum nur geht ihr dieser Jay plötzlich nicht mehr aus dem Kopf? Und warum scheint ihr Leben plötzlich noch komplizierter als vorher? Ist Liebe wirklich nur was für Idioten?
Das Buch beginnt mit einem sehr traurigen Prolog, der dem Leser sofort zeigt, wie schwer es die Protagonistin Viki schon seit ihrer Kindheit hat, wobei einem das ganze Ausmaß erst viel später bewusst wird. Trotzdem hatte ich sofort Mitleid mit Viki und die Autorin hatte mich sofort für ihre Protagonistin eingenommen.

Danach springt die Geschichte in die Gegenwart und man feiert gemeinsam mit Viki und ihren Freunden ihren Geburtstag und erlebt mit, wie sie sich über Jay, den Sänger von einer Schulband, lustig macht. Ich muss sagen, ich fand die Protagonistin richtig klasse. Ich mochte ihren Sarkasmus und ihren schwarzen Humor, einfach ihre ganze Art und ich freute mich über jeden bissigen Kommentar von ihr, die mich jedes Mal wieder zum Grinsen brachten. Doch trotz dieser lässigen Art spürt man immer auch die Verletzlichkeit von Viki, ihre Hoffnungen und Träume und dass sie eigentlich nur darum kämpft, endlich auch einmal geliebt zu werden. Ich finde, die Protagonistin ist der Autorin Sabine Schoder wirklich sehr gut gelungen: Sie ist authentisch und liebenswert und doch mit einigen kleinen Fehlern, die sie greifbar machen. 

Jay war für mich dagegen erst einmal etwas unnahbar, was sich jedoch immer mehr geändert hat, je mehr Kontakt er zu Viki hat. Natürlich ist dem Leser sofort klar, dass mehr hinter Jays Handlungen steckt, als man zu Beginn denkt. Doch hier spannt uns die Autorin wirklich sehr auf die Folter und lässt uns fast in wilden Spekulationen untergehen, bis sie endlich die Lösung präsentiert. Ehrlich gesagt hätte ich am Anfang des Buches nicht damit gerechnet, dass es so viel mehr beinhalten würde, als nur eine einfache Liebesgeschichte. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Sabine Schoder noch andere Aspekte in ihre Geschichte mit einbringt: Da geht es um Liebe, um Freundschaft, um Gewalt, um Drogen und Krankheit, Ängste und Hoffnungen, um das verloren gehen und aufgefangen werden. Es geht um all die Themen, die bei Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen und diese webt die Autorin so einfühlsam in ihre Geschichte ein, dass sie wie selbstverständlich einfach zum Hauptgeschehen dazu gehören und doch tief in einem etwas berühren.

Doch selbst die Liebesgeschichte allein würde dieses Buch zu einem echten Lesegenuss machen, denn die beiden Protagonisten wissen erst viel später als der Leser selbst, dass sie sich wirklich ineinander verliebt haben, so dass ich schon ganz hibbelig wurde, ob sie sich denn ihre Gefühle eingestehen würden. Es ist so süß, wie sich die beiden verhalten und wie sie sich so schleichend und unspektakulär ineinander verlieben und doch so authentisch und glaubwürdig, einfach, wie im richtigen Leben. Manchmal braucht es eben keine Pauken und Trompeten, sondern einfach zwei liebenswürdige Protagonisten, die völlig unvorbereitet von der Liebe getroffen werden.

Der Schreibstil ist dabei so locker leicht und genau auf Jugendliche abgestimmt, dass man sich dem Sog des Buches nach nur wenigen Seiten einfach nicht mehr entziehen kann und es in einem Rutsch durchliest.

Hach, was soll ich sagen, hier ist der Autorin Sabine Schoder wirklich eine außergewöhnlich süße Liebesgeschichte gelungen. Von der ersten Seite an war ich total begeistert von Vikis sarkastischer Art und ihrem schwarzen Humor, so dass ich gar nicht genug von ihr bekommen konnte. Auch die Geschichte selbst ist einfach nur aus dem Leben geschrieben: Die beiden liebenswürdigen Protagonisten werden so unvorbereitet von der Liebe getroffen, dass die Story einfach nur glaubwürdig rüberkommt und den Leser zum Seufzen bringt. Ganz nebenbei webt die Autorin außerdem alle für Jugendliche wichtigen Themen ein und verbindet sie gekonnt mit der Hauptgeschichte. Ein wirklich sehr gelungenes Buch. Unbedingt lesen!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.