Dienstag, 27. August 2013

[Rezension] Angelfall - Nacht ohne Morgen

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 Titel: Angelfall- Nacht ohne Morgen
 Autor/in: Susann Ee 
 Verlag: Heyne
 Seitenzahl: 400
 Preis: 12,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Randomhouse / Heyne


Penryn lebt in ständiger Angst um ihre Mutter und ihre Schwester, denn die Welt ist aus den Fugen geraten, seit die Engel die Herrschaft über die Erde übernommen haben. Gerade suchen sie einen sicheren Unterschlupf, da werden sie Zeugen eines Streits zwischen den Engeln. Penryn springt einem Engel zu Hilfe, doch dabei wird ihre Schwester Paige von einem anderen entführt und auch ihre Mutter ist auf einmal verschwunden.

Jetzt gibt es nur noch eine Lösung: Penryn kümmert sich um den verletzten Engel Raffe, denn nur er kann ihre helfen, ihre Schwester zu finden. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach San Francisco, zum Engelshort. Doch dieser Weg ist in diesen Zeiten beschwerlich und auch am Ende wartet nicht gerade das Paradies auf sie.

Wird Penryn ihre Schwester finden und retten können und welche Rolle spielt Raffe wirklich unter den Engeln? Kann Penryn ihm vertrauen oder spielt er ein falsches Spiel?


Sobald man das Buch aufschlägt, ist man sofort in der Geschichte drin. Penryn, ihre Mutter und ihre Schwester Paige wollen sich auf den Weg machen, um einen sicheren Unterschlupf zu suchen. Man erfährt, dass Penryns Mutter psychische Probleme hat und deshalb die ganze Verantwortung für sie und ihre gelähmte Schwester Paige, auf den Schultern des Mädchens liegt. Da das Buch in Ich-Form aus der Sicht von Penryn geschrieben ist, kann man sofort nachvollziehen, wie sich das Mädchen fühlt. Man spürt förmlich die Last der Verantwortung und hofft, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Doch über die Welt, in der die drei leben, erfährt man erst nur wenig, denn man hat kaum Zeit alles richtig kennenzulernen, da bereits auf den ersten Seiten die kleine Gruppe Zeuge eines Engelskampfes wird und dann auch schon Paige entführt wird. Ich finde es toll, dass es sofort so spannend losgeht, denn damit hatte mich das Buch schon in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht mehr weglegen, weil ich einfach wissen musste, ob es Penryn gelingt, ihre Schwester zu retten.

Eigentlich könnte man denken, nach der Entführung würde es etwas ruhiger werden, doch das ist nicht der Fall. Zwar geht es dann erst einmal darum, dass Penryn um Raffes Leben kämpft, damit er ihr zeigt, wo sich seine Schwester befindet, doch die beiden befinden sich ständig in Gefahr. Die Welt ist einfach zu unsicher geworden, um in aller Ruhe nach San Francisco zu reisen. Ständig müssen die beiden um ihre Leben fürchten und geraten häufig in scheinbar ausweglose Situationen. Doch die Autorin, Susann Ee bedient sich dabei nicht nur unvorhersehbarer Wendungen und aufregender Spannung, sondern auch einiger  Horrorszenarien, die teilweise echt sprachlos machen und schwer zu verarbeiten sind. Dieses Buch ist auf jeden Fall nichts für zarte Gemüter, hier ist Gänsehaut und gruseln garantiert.

Besonders gut gefielen mir auch die Protagonisten. Vor allem Penryn ist eine starke und toughe Hauptdarstellerin. Sie kämpft mit Fäusten und Worten für ihre Familie und würde alles für ihre Schwester Paige tun. Dabei fechtet sie jedoch häufig einen inneren Kampf aus, denn zum einen geht es ihr natürlich nur um Paige, doch andererseits denkt sie auch immer daran, wie sie die gewonnen Informationen nutzen könnte, um der Menschheit allgemein zu helfen. Penryn gefiel mir ausgesprochen gut und durch die Vielschichtigkeit der Charaktere wird dieses Buch noch außergewöhnlicher. 

Das Ende ist zwar nicht mit einem fiesen Cliffhanger versehen, aber es bleiben so viele Fragen offen und so viel Spannung in der Luft, dass man einfach sofort weiterlesen will.

„Angelfall“ ist wirklich ein besonderes Buch und hebt sich deutlich aus der Masse hervor. Diese Geschichte bedient sich jeder Menge Spannung, vielschichtiger Charaktere und einiger Schockmomente, die einem Gänsehaut über den Rücken jagen. Ich war richtig atemlos, geschockt und fasziniert von diesem einmaligen Buch.

Wer sich gerne etwas gruselt und eine außergewöhnliche Geschichte sucht, in der sich die Engel mal von einer ganz anderen Seite zeigen, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.



Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Sonntag, 25. August 2013

[Rezension] Eve & Caleb - In der gelobten Stadt

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Cover 



 Titel: Eve & Caleb - In der gelobten Stadt
 Autor/in: Anna Carey 
 Verlag: Loewe
 Seitenzahl: 314
 Preis: 8,95 € (D)  
 Cover / Bildrechte: Loewe Verlag



Eve hat in Califia Unterschlupf gefunden, doch so richtig wohl fühlt sie sich dort nicht, denn Caleb fehlt ihr schrecklich. Kein Wunder, dass sie sich beim ersten Hinweis auf die Suche nach ihm macht. Doch dabei gerät sie in eine Falle und wird von den Soldaten in die Stadt aus Sand verschleppt.

Dort erfährt sie, was es mit dem König und ihr wirklich auf sich hat und muss fortan den Platz an seiner Seite einnehmen. Eve kann ihr Glück kaum fassen, als sie erfährt, dass sich auch Caleb innerhalb der Mauern aufhält. Doch er wird als Mörder bezichtigt und von der Regierung gesucht. Ein Treffen wäre lebensgefährlich, noch dazu, wo Eve nicht weiß, wem sie im Palast trauen kann. 

Um Calebs Leben zu retten trifft sie schließlich eine folgenschwere Entscheidung …  . 

Das Buch beginnt ziemlich langsam. Man erfährt von Eves Leben in Califia und wie sehr sie Caleb und Arden vermisst.

Doch schnell nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf, als Eve von den Soldaten in die Sand aus Stadt verschleppt wird. Ab da kommt man kaum noch zum Verschnaufen. Die Ereignisse überschlagen sich und es gibt einige wirklich unvorhersehbare Wendungen, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Die Geschichte ist voller Spannung und selbst als Leser weiß man nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Was ich auch sehr schön fand, dass man mehr über die Ereignisse erfährt: Was passierte bei der Epidemie, wie ist es zur Regierung gekommen und welche Motive hat der König. Auch über Eves Familiengeschichte wird man genauer informiert und kann sich so ein immer besseres Bild über die Welt von Eve und Caleb machen. 

Während man im ersten Teil vor allem über Eve und die Schulen lesen konnte, geht es in diesem zweiten Band auch endlich um die Gegner des Königs und der erste Widerstand wird organisiert. Man merkt beim Lesen förmlich, wie die Emotionen hochkochen, wie die übrigen Bewohner, vor allem die Unterschichten immer unzufriedener werden, während die Betuchteren nach wie vor im Unklaren sind, was wirklich hinter dem Regime des Königs steckt. Ich finde, der Autorin Anna Carey, ist es sehr gut gelungen die Stimmung innerhalb der Stadt aus Sand einzufangen und dem Leser nahezubringen.

Auch die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt. Vor allem die Zerissenheit, die Eve verspürt, als sie an der Seite des Königs leben muss, ist sehr glaubwürdig und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Die Motive der einzelnen Charaktere waren immer nachvollziehbar und passten super in die Gesamtgeschichte.  

Und dann dieses Ende … ein wirklich sehr gemeiner Cliffhanger, der vieles offen lässt und einige Fragen aufwirft. Ich will unbedingt ganz schnell weiterlesen und hoffe, dass der finale Band das Niveau von „Eve & Caleb – In der gelobten Stadt“ halten kann, dann wär ich jedenfalls mehr als zufrieden.


Ich bin richtig begeistert von diesem zweiten Band. Die Charaktere waren glaubwürdig und ihre Motive nachvollziehbar, die Geschichte war gut durchdacht und es gab sehr viel Spannung und einige wirklich unvorhersehbare Wendungen. Ich hab richtig die Luft angehalten und kam kaum zum Durchatmen, was durch dieses Ende noch bestärkt wurde. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis der dritte Band erscheint, denn ich will unbedingt ganz schnell wissen, wie die Geschichte von Eve & Caleb endet.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


Vielen Dank an den Loewe Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.